Mut statt Wut

„Mut statt Wut!“

Der „Leuchter gegen das Vergessen“ steht seit gestern wieder für ein Jahr nach den Stationen an den Oberschulen in Emstek, Garrel und Molbergen in der Oberschule in Cappeln. In einer Feierstunde wurde mit zahlreichen Gästen und den Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen an die Gräueltaten der Reichspogromnacht am 9. November 1938 und an die Opfer des Holocausts gedacht. Die Schulleiterin Petra Brokamp begrüßte alle Anwesenden. Frau Elke Hirsch vom Verein für christlich-jüdische Zusammenarbeit verwies auf die Aktualität der Thematik und schenkte der Schule ein Album mit Zeichnungen aus der Vergangenheit.
Mit dem Thema Nationalsozialismus und Holocaust beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler zuvor im Unterricht. In der Auseinandersetzung mit der Thematik stellten sie sich immer wieder die Frage nach der Wut über dieses grausame, menschliche Verhalten. In Bezug auf ihre eigene Lebenswelt betrachteten sie den Zustand der Wut aber als Ausgangspunkt für Konflikte, der keineswegs förderlich für das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen ist. So entwickelte sich das Motto der Feier: Mut statt Wut! Diese Gedanken stellten die Schülerinnen und Schüler in der Feierstunde anhand kleiner Theatersequenzen dar. Sie ließen die Gäste Zeugen eines Gesprächs zwischen einer Großmutter und ihren Enkeln werden, die gedanklich eine Reise in die Zeit des Nationalsozialismus begingen. Zunächst fanden sie Tagebucheintragen von Opfern und später begegneten sie den mutigen Helden der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Feier endete mit dem gemeinsamen Ausspruch „Mut statt Wut“ und dem Entzünden des Leuchters. Musikalisch wurde die Feier unterstützt von dem Projektchor unter der Leitung von Christoph Haase und der Chor AG unter der Leitung von Nicole Dockmann. Im Anschluss an die Feier ließen sich die Gäste die von Schülerinnen und Schülern des Profils „Gesundheit und Soziales“ zusammen mit Frau Marquering hergestellten jüdischen Köstlichkeiten schmecken.

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